DonauradwegReisen

Passau – Haibach

Etappe 1 – 48.7 km

Der Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück – was für eine gute Entscheidung, dass wir das gestern Abend spontan noch dazu gebucht hatten! Danach stand jedoch die erste Geduldsprobe des Urlaubs an: Das gesamte Gepäck musste wieder ordentlich auf unsere acht Fahrradtaschen verteilt werden. Und diese Prozedur steht ab jetzt jeden Morgen bevor… Oh je!

Unsere Radtour begann schließlich mit der Abfahrt hinunter in die Passauer Innenstadt (gestern mussten wir den Berg ja erst mühsam hoch).

Bevor wir richtig Strecke machten, irrten wir noch ein wenig durch die malerische Altstadt. Eigentlich war unser Ziel der Park am Dreiflüsseck, aber irgendwie fanden wir auf die Schnelle keinen fahrradtauglichen Weg dorthin. Kurzerhand beschlossen wir, einfach direkt mit der eigentlichen Tour zu starten – wegen der vielen Fotostopps in Passau waren wir sowieso noch nicht in Schwung gekommen.

Die ersten 15 Kilometer führten uns entspannt an der Donau entlang nach Obernzell. Das Wetter war bewölkt, aber angenehm zum Radeln. Auf dem Radweg war erstaunlich wenig los; da haben wir am Rheinradweg an Wochenenden schon ganz andere Dinge erlebt!

In Obernzell machten wir eine kurze Vesperpause, bevor es nur wenig später schon zur Mittagspause am „Haus am Strom“ ging.

Hier waren wir bereits vor sechs Jahren schon einmal. Das Museum dort war damals wirklich nett, aber heute verkniffen wir uns den Besuch und machen stattdessen lieber einen kleinen Spaziergang hinüber zum Donaukraftwerk Jochenstein, das direkt auf der Grenze zu Österreich liegt.

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Theoretisch könnten wir die Donau schon hier auf dem Kraftwerksgelände überqueren, aber darauf hatten wir wenig Lust – schließlich müssten wir dafür die schwer beladenen Fahrräder eine verwinkelte Treppe hochschieben.

Die kleine Fahrradfähre ein paar Kilometer weiter ist da sowieso die viel coolere Option!

Drüben in Engelhartszell besichtigten wir noch kurz die Stiftskirche. Danach wurde die Strecke allerdings überraschend hügelig, sodass manche von uns ganz schön ins Pusten kamen. Wahrscheinlich das erste Beispiel, wo wir die falsche Donauseite für unseren Weg wählten.

Unterwegs sicherten wir uns noch ein wenig Kultur und kamen an dem alten Römerburgus Oberranna vorbei.

Schließlich erreichten wir das Highlight der Etappe: die berühmte Schlögener Schlinge. Eigentlich gibt es hier weiter oben den klassischen Postkarten-Aussichtspunkt schlechthin. Aber nach fast 50 Kilometern in den Beinen hielt sich unsere Motivation für den Aufstieg in Grenzen. Vor allem, weil wir vor sechs Jahren schon einmal hier waren und uns noch genau an die recht steile Wanderung nach oben erinnern – und die Fotos von damals haben wir schließlich auch noch! Der leicht einsetzende Nieselregen tat sein übriges, dass wir die Etappe lieber schnell beenden wollen.

Noch zweimal um die Ecke biegen, und schon standen wir vor unserer heutigen Radlerunterkunft: einfach, aber absolut gut. Zum Abendessen gab es Schnitzel für alle.

Das Fazit des Tages: Die Kinder sind noch erstaunlich fit, die Eltern völlig platt. Um Punkt neun Uhr lagen wir alle tief und fest in den Betten.

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