St. Nikola – Melk
Etappe 4 – 41,9 km
Nach dem Frühstück in der Ferienwohnung gab es vom Vermieter beim Aufbruch noch selbstgebackene Plätzchen als Doping für unterwegs.

Zuerst ging es wieder zwei Kilometer ohne Radweg direkt auf der Bundesstraße weiter. Danach weitete sich das Tal ein bisschen und bot endlich wieder Platz für einen separaten Fahrradweg, vorbei an Grundstücken mit interessanter Bebauung, bei denen ich mir nicht sicher war ob es sich um Ferienhäuser, Kleingärten oder Villen handelte.
Auch heute wehte der Wind wieder komplett aus der falschen Richtung. Sogar noch etwas stärker als gestern. Solange wir uns noch zwischen den Hängen des Strudengaus befanden, war das allerdings noch nicht ganz so schlimm. Das wichtigste war sowieso: die Etappe war heute deutlich kürzer als am Vortag.

Eine erste Vesperpause machten wir in Persenbeug. Weitere größere Pausen legten wir danach eigentlich nicht mehr ein.

Ein kurzes Stück führte der Weg noch abseits der Donau über Felder, durch kleine Dörfer und vorbei an Bauernhöfen.

Die letzten 15 Kilometer wurden dann aber noch einmal besonders hart: Es ging wieder über den Flussdamm direkt gegen den Wind. Kein Wunder, dass unser heutiger Kilometerschnitt der schlechteste des gesamten Urlaubs wurde.

Um 14 Uhr erreichten wir schließlich unser Hotel in der historischen Altstadt von Melk. Heute mussten wir noch dringender als sonst erst einmal alle duschen, denn es war nicht nur der windigste, sondern auch der heißeste Tag der Tour.

Wegen der hiesigen Museumsöffnungszeiten gab es danach aber kein Erbarmen: Bei 30 Grad machten wir uns auf den Weg hoch zum Stift Melk. Schließlich war die heutige Etappe extra so kurz geplant worden, damit noch Zeit für etwas Kultur bleibt.


Altstadt und Stift waren sehr prächtig.


Auch die Bibliothek war extrem beeindruckend, obwohl sie sich zur Hälfte in Renovierung befindet. (Warum man dort allerdings nicht fotografieren darf, bleibt mir ein Rätsel.)

Da wir wegen des straffen Programms kein Mittagessen hatten, gab es nach der Besichtigung ein vorgezogenes Abendessen. Aber leider nicht vorgezogen genug: Wir hätten eigentlich danach noch dringend neue Sonnencreme aus dem dm-Markt gebraucht, aber wer ahnt schon, dass die meisten Läden in Österreich schon um 18:30 Uhr schließen? Dieses Land wird mir in manchen Punkten wohl immer etwas suspekt bleiben.

Abends in der Altstadt.
