Sardische Städte (und der Rest)
Wir waren aber auf Sardinien nicht nur baden. Auf dieser Seite sind nun die anderen besuchten Ausflugsziele dokumentiert.
Valledoria


Valledoria war das nächste Städtchen zu unserem Ferienhaus, also die Anlaufstelle, an der wir die größeren Einkäufe erledigten. Richtige touristische Sehenswürdigkeiten gab es dort eigentlich nicht. Ich erwähne den Ort hier nur, um an die Patate al Forno zu erinnern, die wir auf dem dortigen Wochenmarkt gegessen haben. Wörtlich wären das wohl Ofenkartoffeln, aber in diesem Fall lag der „Ofen“ darin, dass die Kartoffeln unter den sich drehenden Brathähnchen eines Hähnchenbratwagens schmorten. Darin wurden sie irgendwie so wunderbar würzig, dass wir uns nach der ersten Portion sofort wieder anstellten – diesmal für eine deutlich größere.
Isola Rossa

Ein kleines Städtchen in der Nähe des La Maddalena Strandes. Überraschend klein eigentlich, denn ich hätte gedacht der Spaziergang um den Hafen würde länger dauern. Viel los war dort auch nicht, aber es gab gutes Eis und ein paar schöne Aussichtspunkte auf die umgebenden Felslandschaften.


Castelsardo

Majestätisch auf einem vorgelagerten Felsen gelegen – fast wie eine Festung aus Herr der Ringe – thront Castelsardo über der Küste. Die Fotos, die wir vorab im Internet davon gesehen hatten, spielten bei der Wahl unseres Ferienortes durchaus eine Rolle, und von den nahegelegenen Stränden aus hatten wir Castelsardo dann auch immer wieder schön im Blick.

Eine richtige Stadtbesichtigung haben wir im Urlaub allerdings nur einmal geschafft. Dabei zeigte sich zunächst, dass die Unterstadt nicht ganz so reizvoll ist und der Aufstieg nach oben ziemlich steil ausfällt.

Oben in der Altstadt angekommen entschädigt jedoch sofort das Panorama.


Außerdem kann man dort durch ein Gewirr schmaler Wege streifen, den alten Frauen in den Hauseingängen beim Korbflechten zusehen (was vermutlich nur gemacht wird, weil es so in allen Reiseführern steht) und sich einfach treiben lassen.

Im Nachhinein bedaure ich, dass wir nicht in einem der kleinen Restaurants in den engen Gassen etwas gegessen haben – aber irgendwie waren Strandbesuche wichtiger als ein zweiter Ausflug hierher.
Neptungrotte
Der weiteste Ausflug unseres Urlaubs (rund 1,5 Stunden Fahrzeit) führte uns zum Capo Caccia. Dort wollten wir die Neptungrotte besuchen, die über die Treppe Escala del Cabirol erreichbar ist. Vorweg: Die Grotte ist absolut sehenswert, und der Abstieg dorthin gehört zu den spektakuläreren Momenten des Urlaubs. Aber jetzt wird in den nächsten Absätzen erst einmal gemeckert.
Für eine so populäre Touristenattraktion gibt es nämlich höchstens zehn legale Parkplätze. Die Alternative besteht darin, sich an den Straßenrand zu stellen und zu hoffen, dass die zahlreichen Abschleppschilder nicht allzu ernst gemeint sind – oder dass im Zweifel andere Autos zuerst dran sind. Oder man parkt auf dem nächsten Aussichtsparkplatz weiter unten und läuft dann 1,5 Kilometer direkt an der Straße in der Mittagshitze hoch zum Kap. (Genau das haben wir gemacht.)
Shuttlebusse gibt es zwar – aber die fahren erst in der Hauptsaison ab Mitte Juni. Linienbusse existieren ebenfalls, allerdings so selten, dass man am Eingang stundenlang warten müsste, wo es außer einem dürftig ausgestatteten Snackstand nicht viel zu tun gibt.
Das nächste Problem: Nur einmal pro Stunde werden Besucher die Treppe hinuntergelassen. Auch wenn sich die Menge beim Abstieg noch ganz gut verteilt, dient das vor allem dazu, dass es eben auch nur einmal pro Stunde eine Führung durch die Tropfsteinhöhle gibt. Und dann stauen sich darin rund 200 Menschen auf schmalen Wegen, während vorne ein Guide etwas erzählt, das man weiter hinten trotz ein paar aufgestellter Lautsprecher kaum versteht.
Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen die weniger schweißtreibende, aber deutlich teurere Alternative zu wählen, sich per Boot von Alghero aus herbringen zu lassen. Im Stau in der Höhle hätte man allerdings trotzdem gestanden.
Aber nun genug gemeckert, hier kommen die Bilder:

Der Abstieg in der Felswand

In der Höhle

Panoramen

Und am Ende mussten wir die 654 Stufen wieder nach oben (rund 100 Stufen mehr als auf den Petersdom)


Alghero
Alghero ist die größere Stadt in der Nähe des Capo Caccia und da wir ja schon mal in der Gegend waren, haben wir diese Besichtigung natürlich auch mitgenommen. Auch hier gab es eine Altstadt, durch die wir rumspaziert sind.

Besonders hervorzuheben ist in Alghero die Stadtmauer, die direkt ans Meer grenzt.


Außerdem gibt es dort noch die Via Carlo Alberto Einkaufsstraße, die mir zwar ein bisschen zu touristisch war, aber wenn ihr auf der Suche nach Mitbringseln aus Sardinien seid, dann seid ihr dort richtig.
Porto Torres

Die letzte Station des Urlaubs, zumindest auf Sardinien, weil dort unsere Heimfähre abfuhr. Als Stadt eigentlich nicht besonders hübsch – obwohl der Reiseführer behauptet sie hätte sich gemacht. Aber immerhin fanden wir einen kleinen Imbiss mit leckeren Pommes.


Die Heimreise
Über die Rückreise kann ich mich kurz fassen. Keine zehn Minuten mussten wir diesmal auf dem Parkplatz warten, bis man uns auf die Fähre ließ – wir waren baff.


Pünktlich legten wir ab, und auch wenn die Überfahrt nach Korsika zunächst ungewohnt schwankend begann, wurde es nach unserem Zwischenstopp in Propriano spürbar ruhiger.

Die Ankunft in Toulon am nächsten Morgen verlief ebenfalls planmäßig, und unser Auto stand diesmal nicht in einem der unteren Parkdecks. Entsprechend kamen wir flott vom Schiff herunter.

Danach lagen nur noch rund 950 Kilometer bis nach Hause vor uns. Das zog sich zwar über den ganzen Tag, aber immerhin blieben wir bis zur A5 von Staus verschont. Besonders hinter Lyon war auf der Autobahn – abgesehen von den deutschen Urlaubsheimkehrern – stellenweise so wenig los, dass man sich fragt, wozu die Franzosen dort überhaupt eine Autobahn gebaut haben.
Wobei, eigentlich muss man ihnen wahrscheinlich dankbar dafür sein.
